Spitzbergen - Grönland

Von Spitzbergen nach Nordostgrönland

Übersicht

DIE HIGHLIGHTS IN SPITZBERGEN UND NORDOSTGRÖNLAND

  • Schiffe: Plancius/ M/V Ortelius (Details unter Reiseinfos)
  • Deutsch sprechender Lektor an Bord 
  • Schwerpunkt Nordost-Grönland

Vom späten Frühjahr bis weit in den Sommer geht die Sonne über Spitzbergen nicht mehr unter. Dies macht neben grandiosen Landschaften den Reiz der norwegischen Inseln aus. Während auf der einen Seite spitze Berggipfel die Kulisse bilden, kalben auf der anderen kilometerbreite Gletscher unaufhörlich glitzernde Eisberge ins Meer. Eisbären sind hier ebenso zu Hause wie Eisfüchse und die kleinen Spitzbergen-Rentiere. Auf Treibeisschollen ruhen Bart- und Ringelrobben, und mit etwas Glück bekommt man sogar Walrosse zu Gesicht. In steilen Felswänden brüten Dickschnabellummen und Krabbentaucher, Papageitaucher und andere Seevögel. Der Schwerpunkt dieser Reise aber liegt auf Nordostgrönland.

Das zu Dänemark gehörende Grönland ist mit einer Fläche von 2,2 Millionen Quadratkilometern die größte Insel unserer Erde. Über 80 % dieser Landfläche ist von einer Eiskappe bedeckt, die bis zu 3 Kilometer Stärke erreicht. Nur die Küsten sind meist eisfrei und dabei kaum besiedelt. Dies gilt vor allem für den landschaftlich schönen Nordosten. Den größten Teil des Jahres liegt er zwar hinter einer dicken Packeisbarriere, doch im Spätsommer bricht das Eis auf und erlaubt es, zur Küste vorzudringen. Hier bestehen die besten Chancen, auf Nar- und Grönlandwale zu treffen, auf Polarwölfe, Moschusochsen und Schneehasen, auf Gerfalken, Schnee-Eulen, Kurzschnabel- und Weißwangengänse.

Programm

PROGRAMM

ARKTIS - SPITZBERGEN - GRÖNLAND

Von Spitzbergen nach Nordostgrönland

1. Tag: Individueller Tagesflug

Flug über Oslo nach Longyearbyen. Nach der Ankunft fahren Sie zu einem Gästehaus.

2. Tag: Einschiffung

Vor der Einschiffung besteht die Möglichkeit eines Rundgangs durch die frühere Bergarbeiterstadt. Dabei ist das Museum mit seinen Ausstellungen zur Bergbauindustrie und Polargeschichte einen Besuch wert. Am Abend beginnt Ihre Fahrt durch den Isfjorden.

3. Tag: Raudfjord

Heute erkunden Sie den spektakulären Raudfjord an der Nordküste Spitzbergens. Zahlreiche Gletscher wälzen sich an seinen Hängen ins Meer. Ringel- und Bartrobben sind hier zu Hause, die steilen Bergflanken werden von Vogelkolonien belebt, und der Pflanzenwuchs ist erstaunlich vielfältig.

4./5. Tag: Auf See

Unterwegs nach Westen geht die Fahrt an der eindrucksvollen Packeiskante Ostgrönlands entlang. Dies ist eine gute Zeit, um nach Walen Ausschau zu halten. Finn-, Buckel- und Schweinswale sind hier häufig, und gelegentlich zeigen sich sogar die seltenen Grönlandwale. Auch Seevögel begleiten das Schiff, darunter Dickschnabellummen, die mit ihren Jungen von Spitzbergen an der Eiskante entlang nach Südgrönland schwimmen.

6. Tag: Foster Bucht und Myggebugten

Fahrt durch das offene Packeis der Foster Bucht und Landung in Myggebugten. Noch in der ersten Hälfte des 20. Jh. war dies die Heimat norwegischer Pelzjäger, die Eisbären und Eisfüchsen nachstellten. In dieser Tundra grasen Moschusochsen, Schneehasen und Polarwölfe durchstreifen die Gegend. An den Tümpeln nisten während der Brutzeit Gänse. Weiter geht es zum Kaiser-Franz-Josef-Fjord.

7. Tag: Blomster Bugt

Das heutige Ziel ist der mit riesigen Eisbergen gefüllte Kaiser-Franz-Josef-Fjord. Bei Blomsterbugt, wo Sie an Land gehen, lohnt es sich, einen Blick auf einzigartige geologische Formationen zu richten. Oft sehen Sie hier Schneehasen, und es gibt einen großen See, auf dem Eistaucher mit Jungen leben. Am Nachmittag kreuzen Sie vor dem imposanten Teufelsschloss und erreichen die Ella Ö, wo man an schönen Stellen am frühen Abend landen kann. Gelegentlich sind in der Bucht Narwale zu beobachten. Die eng an den Boden geschmiegten kleinen Kissen- und Polsterpflanzen haben sich zu dieser Jahreszeit mit Herbstfarben geschmückt und bilden den idealen Hintergrund für die Herden von Moschusochsen.

8. Tag: Antarctiahaven

Anlandung in dem weitläufigen und landschaftlich reizvollen Tal Antarcticahaven. Hier sind häufig Gruppen von Moschusochsen zu finden.

9. Tag: Soresby Sund

Ankunft am Scoresby Sund, dem längsten Fjord weltweit, dessen Mündung beinahe das ganze Jahr über eisfrei und daher für Robben ein beliebter Ruheplatz ist. Die stark vergletscherte, wilde Küste von Volquart Boons zieht morgens an Ihnen vorbei, und Sie können Ausschau nach Narwalen halten.

Anlandung auf Danmarks. Interessant sind hier die Überreste einer Inuit-Siedlung, die vor etwa 200 Jahren verlassen worden ist. Kreise aus Steinen, die sogenannten „Zeltringe“, deuten die Lage der ehemaligen Sommerbehausungen an, während Fundamentreste von Winterhäusern in der Nähe eines kleinen Kaps zu sehen sind. Diese archäologischen Fundstellen befinden sich in gutem Zustand, so dass man auch heute noch die Eingänge und sogar “bärensichere Speisekammern” sowie einige Gräber ausmachen kann.

10. Tag: Kap Hofmann Halvø

Landgang am Kap Hofmann Halvø. In dieser Gegend grasen oft Moschusochsen, Alpenschneehühner suchen zwischen den nur wenige Zentimeter hohen, herbstlich bunten Polarweiden und -birken nach Nahrung. Eistaucher besiedeln die Küste. Eine Schlauchbootfahrt zwischen riesigen Eisbergen, die von der 3 km breiten Front des Eielson-Gletschers abgebrochen sind, wird Sie begeistern. Gewöhnlich sind Ringelrobben zu entdecken. An den Uferhängen können kleine Gruppen von Moschusochsen beobachtet werden. Abends geht es weiter durch den Fjord, Richtung Scoresby Land. Dies ist wieder ein gutes Gebiet für Narwale und herrliche Eisberge.

11. Tag: Südkap

Am Weg zum Südkap in Scoresby Land liegen gigantische Eisberge. Da der Fjord nur ca. 400 m tief ist, haben sich die meisten von ihnen festgefahren. Landgang beim Südkap, um die Überreste eines Winterdorfs der alten Thulekultur zu besichtigen. Bis zu 20 Menschen fanden in diesen winzigen Behausungen Unterkunft. Sie lebten vom Walfang und benutzten die Walknochen als Dachbalken. Als alternativer Ausflug bietet sich auch an: Landgang bei Gurreholm auf Jameson Land. Hier gibt es wieder Chancen Moschusochsen zu sehen, auch Lemminge, Falkenraubmöwen, Schnee-Eulen und Eisfüchse sind zu erwarten.

12. Tag: Illoqqortoormiut

Besuch von Illoqqortoormiut, der wichtigsten Siedlung der Region mit etwa 500 Einwohnern. Vor den bunten Holzhäusern lagern Schlittenhunde und auf Gestellen trocknen die Felle von Robben, Moschusochsen und Eisbären. Man sieht, dass die Jagd hier noch zum Alltag gehört. Am Nachmittag geht es weiter Richtung Island. Die Passage führt an der unvergesslichen Landschaft der Blosseville-Küste vorbei.

13. Tag: Auf See

In diesen Gewässern, wo sich der warme Golfstrom mit dem kalten Ost-Grönland-Strom mischt, sind immer zahlreiche Seevögel anzutreffen, und oft auch Buckel-, Finn-, Sei- und Blauwale. Wenn es klar ist, tanzen nachts manchmal die faszinierenden Nordlichter über den Himmel.

14. Tag: Tagesrückflug

Ankunft in Akureyri. Ausschiffung. Rückflug oder Busfahrt nach Reykjavik. Eventuell Übernachtung und Rückflug von Keflavik.

Termine/Preise

TERMINE & PREISE

Arktis - Spitzbergen - Grönland

Von Spitzbergen nach Nordostgrönland

Privatreise:  Weitere Abfahrten Anfrage

Individuelles Programm zum Wunschtermin auf Anfrage

Schiffskabine


Plancius 112 TN

Die Bordsprache ist Englisch / Ein Deutsch sprechender Lektor ist an Bord

02.09.2019 - 15.09.2019 7450 €Buchen & Reservieren
Einzelunterkunft:   auf Anfrage
Flüge:    ab 600 € plus 280 € Flughafengebühren
VORGESEHENE UNTERKÜNFTE:

Spitsbergen Guesthouse oder Spitsbergen Hotel, Radisson Blu Airport oder Gardermoen Airport Hotel, Hótel Loftleidir. Hotels für die An- und Abreise nach Wunsch.

EINGESCHLOSSENE LEISTUNGEN:

Auf dem Schiff Doppelbettkabine mit eigener Dusche/WC, andere Kabinenkategorien auf Anfrage
Vollpension an Bord
Schlauchbootexkursionen
Eintrittsgebühren
Deutsch sprechender Lektor

Nicht eingeschlossen:

Internationale Flüge, die wir Ihnen auf Wunsch im Namen und auf Rechnung der Fluglinien zu tagesaktuell günstigsten Tarifen vermitteln. Eventuelle Übernachtungen bei An- und Abreise, Getränke, übrige Mahlzeiten.

Visum: Nicht erforderlich
Impfung: Keine vorgeschrieben
HINWEISE:

Diese Reise wird mit anderen Veranstaltern gemeinsam gebucht. Die Mindestteilnehmerzahl muss bis 4 Wochen vor Reisebeginn erreicht sein. 
Der gesetzlichen Pflicht für Pauschalreiseveranstalter zur Kundengeldabsicherung kommen wir durch Übergabe eines Sicherungsscheins der R&V Allgemeine Versicherung AG nach.
Lesen Sie bitte die Infos und Reisebedingungen.

Infos

ARKTIS - SPITZBERGEN - GRÖNLAND

Schiff: M/V Ortelius

Allgemeine Infos zum Schiff

Die ORTELIUS wurde 1989 in Gdynia in Polen als Forschungs- und Arbeitsschiff "Marina Svetaeva" mit der höchsten russischen Eisklasse UL1 (entspricht 1A) für die russische Akademie der Wissenschaften gebaut. Die Polarkreuzfahrten-Reederei Oceanwide Expeditions hat das Schiff gekauft und zu einem Expeditions-Kreuzfahrtschiff umgebaut und setzt sie seit der Saison 2011/12 für Arktis- und Antarktis-Kreuzfahrten ein. Dafür wurde sie nach dem niederländischen Karthographen Abraham Ortelius aus dem 16. Jahrhundert umbenannt.

Die ORTELIUS ist klein und wendig und mit ihren großzügigen Außendecks und einer sehr großen Brücke, die auch den Passagieren zugänglich ist, sehr gut für Expeditionskreuzfahrten geeignet. Sie bietet für bis zu 106 Passagiere einen komfortablen Standard mit einem Restaurant, einer Panoramalounge mit Bar und einem Vortragsraum. Im Vordergrund steht aber der Expeditionscharakter und das Naturerlebnis und so wird möglichst viel Zeit an Land verbracht. Mit den mitgeführten Zodiaks können selbst enge Buchten befahren werden.

Die 47 Kabinen, darunter eine Suite, sind einfach aber komfortabel und geräumig, allesamt Außenkabinen mit mindestens zwei Bullaugen bzw. Fenstern.

Ausstattung
Restaurant, Panorama-Lounge, Bar, Vortragsraum

Deckpläne


Deck 7 - Brücke


Deck 6


Deck 5


Deck 4


Deck 3

Kabinen und Suiten
Die ORTELIUS bietet einfache aber komfortable Kabinen und öffentliche Räumlichkeiten. Neben den 24 Doppelkabinen gibt es auch die Möglichkeit, zu dritt und viert eine Kabine zu teilen. Einen separaten Aufenthaltsraum bieten die 6 Superior-Kabinen und die Suite. Alle Kabinen sind geräumige Außenkabinen mit mindestens zwei Bullaugen oder Fenstern und eigenem Bad.

Bordsprache
Die Bordsprache ist Englisch.

Kleidung an Bord
Die übliche Kleidung ist entsprechend dem Expeditionscharakter der Reisen zwanglos. Am besten geeignet ist Freizeitkleidung, die Sie nach dem Zwiebelprinzip anziehen können, da es im Schiff gut warm ist, an Deck aber oft ein kalter Wind weht. Die Oberbekleidung sollte wind-und wasserfest und möglichst atmungsaktiv sein. Bedenken Sie bitte, dass Sie Schuhe mit griffigen Sohlen benötigen, da sowohl die Decks als auch die Felsen an Land bei Feuchtigkeit rutschig sein können.

Medizinische Versorgung
Ein gibt eine kleine Krankenstation, ein Arzt ist an Bord.

Mannschaft
Die Besatzung umfasst 55 Mann.

Rauchen
Das Rauchen ist in entsprechend gekennzeichneten Außenbereichen erlaubt.

Zahlungsmittel an Bord
US-Dollar und gängige Kreditkarten.

Länge 101 m
Breite 16 m
Tiefgang 4,5 m
Antrieb Diesel-Twin Engines - 5.200 PS
Wasserverdrängung 4.364 BRT
Geschwindigkeit max. 12 Knoten
Kapazität 122 Passagiere
Mannschaft 72
Nationalität Bahamas
Eisklasse A1
Stromversorgung 110-V- und 220-V (60-Hz) Wechselstrom

M/V Plancius

Allgemeine Infos zum Schiff

Die M/V Plancius lief 1976 als ozeanografisches Forschungsschiff vom Stapel und trug zuerst den Namen „Hr. Ms. Tydeman“. Im Juni 2004 beendete sie die Forschungstätigkeit und wurde im Dezember 2006 an Oceanwide Expeditions verkauft. Seit Juni 2009 steht das Schiff nach Umbaumaßnahmen für polare Expeditionsreisen zur Verfügung. Es genügt den SOLAS-Sicherheitsanforderungen (Safety Of Life At Sea), ist bei Lloyds in London versichert und läuft unter niederländischer Flagge.

Das Schiff ist recht klein und bietet 114 Passagieren in 54 Kabinen Platz. Der große Speisesaal wird auch für Vorträge genutzt, auf deck 5 befindet sich ein Panorama-Aussichtsraum. Die Außendecks bieten viel Platz für Natur- und Tierbeobachtungen. Die Plancius ist modern und praktisch eingerichtet, sie ist allerdings kein Luxusschiff. Reisen mit dem Schiff sind geprägt durch einen expeditionsartigen Charakter und bieten möglichst lange Exkursionszeiten an Land. Um schnell mit den 10 Zodiaks startklar zu sein werden diese über zwei Landungsbrücken gleichzeitig besetzt.

Technische Daten

Länge89 m
Breite14,5 m<>
Tiefgang4,8 m
Antrieb3 x Diesel-elektrisch
BRZ3.175
Geschwindigkeit10-12 Knoten
Kapazität114 Passagiere
NationalitätNiederländisch
Eisklasse1D
Stromversorgung220 V/50 Hz
Stabilisatoren-

Ausstattung
Restaurant, das auch für Vorträge genutzt wird, Panorama-Aussichtsraum mit Bar

Deckplan Legende



Deck 2



Deck 3



Deck 4



Deck 5



Deck 6



Bordsprache

Die Bordsprache ist Englisch.

Kleidung an Bord
Die übliche Kleidung ist entsprechend dem Expeditionscharakter der Reisen zwanglos. Am besten geeignet ist Freizeitkleidung, die Sie nach dem Zwiebelprinzip anziehen können, da es im Schiff gut warm ist, an Deck aber oft ein kalter Wind weht. Die Oberbekleidung sollte wind-und wasserfest und möglichst atmungsaktiv sein. Bedenken Sie bitte, dass Sie Schuhe mit griffigen Sohlen benötigen, da sowohl die Decks als auch die Felsen an Land bei Feuchtigkeit rutschig sein können.

Medizinische Versorgung
Das Schiff hat einen kleinen Krankenbereich. Ein Arzt begleitet die Reisen.

Mannschaft
Neben der seemännischen Besatzung (17 Mann) gehören dazu 19 Mitarbeiter im Hotelbereich, 8 Expeditionsmitarbeiter (1 Leiter und 7 Lektoren) und ein Arzt.

Rauchen
Im Innern der Plancius herrscht striktes Rauchverbot. Das Rauchen an Deck ist in nicht sicherheitsrelevanten Bereichen erlaubt.

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