Spanien

Kantabrien und Picos de Europa

Übersicht

Entlang der nordspanischen Küste ragen die Gipfel der Kantabrischen Kordillere hoch empor. Sie bilden über 480 Kilometer eine Gebirgslandschaft von einzigartiger Schönheit. Während die Berge auf ihrer Nordseite steil aufragen, laufen sie auf ihrer südlichen Seite sanft zur Meseta castellano-leonesa, der nordspanischen Hochebene, aus. Allein hier wurden bereits über 2 000 Pflanzenarten nachgewiesen, darunter rund 50 Orchideen.

Die Gebiete Montaña Palentina, Las Loras und Las Tuerces befinden sich in Sichtweite voneinander. Aufgrund der Lage am Übergang zwischen atlantischem und mediterranem Klima treffen Sie auf kleinstem Raum vielfältige Landschaften und Lebensräume an. In Las Loras und Las Tuerces hingegen dominiert der mediterrane Einfluss, so dass hier und in der südlich gelegenen Spanischen Hochebene auch zahlreiche Ragwurz-Vertreter gefunden werden können (Ophrys dyris, O. fusca, O. lutea, O. insectifera, O. tenthredinifera etc.).

Die Tierwelt ist vergleichbar artenreich, besondere Aufmerksamkeit verdient die Vogelwelt mit Gänsegeier sowie zahlreichen Singvogelarten. Mit Wolf und Braunbär kommen noch die zwei großen europäischen Beutegreifer vor.

Bei den Picos de Europa, die „Spitzen Europas“, erwartet Sie eine atemberaubende Bergwelt. Tiefe Täler und steil emporragende Berge prägen diese Landschaft, die aufgrund der Artenvielfalt und landschaftlichen Schönheiten als Nationalpark unter Schutz gestellt ist.

Programm

PROGRAMM

Spanien

Kantabrien und Picos de Europa

1. Tag: Frankfurt – Bilbao – Cordovilla de Aguilar

Flug nach Bilbao und Fahrt nach Cordovilla de Aguilar (Palencia). Nach Ankunft lernen Sie bei einem Spaziergang rund um die Unterkunft erste Orchideen kennen: u.a. Orchis langei, Orchis provincialis, Dactylorhiza insularis, Ophrys lutea.

2. - 7. Tag: Cordovilla de Aguilar

Von hier unternehmen Sie folgende Tagesexkursionen

– Sie erkunden die weitläufigen, traumhaft anmutenden Laubwälder rund um Brañosera, die eine der größten Artenvielfalt im Naturpark Montaña Palentina aufweisen. Jahrhunderte alte, knorrige Eichen (4 Arten) wachsen in diesen Wäldern. Hauptattraktion sind jedoch die Vorkommen von Wolf und Braunbär. Je nach Witterung lernen Sie auch höhere Lagen kennen. Es erwarten Sie u.a. auch Narcissus asturiensis, Ophrys tenthredinifera.

– An drei Tagen führen Exkursionen die sich nach Wetter und Entwicklungsstand der Vegetation richten, in das unter Schutz gestellten Gebiet Las Tuerces und das Geologiereservat Las Loras. Der mediterrane Klimaeinfluss spiegelt sich in der Flora dieses Landstrichs wider. An den extensiv genutzten Hängen, Waldrändern und Feldrainen wachsen zahlreiche aromatische Arten, darunter auch viele Medizinalpflanzen wie Thymus mastichina oder Lavandula stoechas. Folgende Pflanzen können gefunden werden: Coris monspeliensis, Fritillaria lusitanica, Fritillaria pyrenaica, Ophrys vasconica, Ophrys fusca, Serapias parviflora, Limodorum abortivum, Gladiolus illyricus.

– Früh fahren Sie auf die nordspanische Hochebene bei Tierra de Campos mit ihrem unendlichen Horizont und einem exklusiven botanischen Arteninventar, wie Ophrys dyris, Ophrys insectifera, Lepidium subulatum, Hyacinthoides hispanica und vielen weiteren Arten. Auch zahlreiche interessante Vogelarten leben hier: z.B. Großtrappe, Wiesenweihe und der Rötelfalke. Besonders interessant ist die karge Vegetation der Trockenhänge der Páramos mit mächtigen anstehenden Gipssteinschichten. Die authentischen Dörfer vermittelt einen Eindruck des ländlichen Lebens in der von Getreideanbau und Schafhaltung geprägten Region. Die nach wie vor angewandte traditionelle Lehmbauweise, die „cultura de barro“, steht in starkem Kontrast zu den, aus Naturstein errichteten Gebäuden in den Bergdörfer, die Sie an den vorherigen Tagen kennenlernten.

7. Tag: Ribera de Pisuerga

Ganztägig lernen Sie die Feuchtlebensräumen am Pisuergaflusses kennen, der Lebensader der Montaña Palentina. Vom noch unverbautem Oberlauf geht es flussabwärts. Besonderheit sind vier Osterglocken: Narcissus pseudonarcissus, Narcissus asturiensis, Narcissus bulbocodium sowie Narcissus triandrus. Daneben können Sie Dactylorhiza insularis, Orchis papilionacea, Saxifraga caniculata, Digitalis parviflora und Tragopogon castellanus finden.

8. Tag: Cordovilla de Aguilar – Bilbao – Frankfurt

Transfer nach Bilbao und Rückflug nach Frankfurt. Je nach Abflugszeit besuchen Sie unterwegs noch das kleine Aguilar de Campo.

Termine/Preise

TERMINE & PREISE

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Kantabrien und Picos de Europa

Studienreise:  zum Wunschtermin Anfrage
Gruppenreise:    10 Tage / 6 - 7 Teilnehmer
   Hotelreise

Studienreise, lokale deutsche Reiseleitung Urs Lüders
17.05.2019 - 26.05.2019 2080 €Buchen & Reservieren
26.05.2019 - 04.06.2019 2080 €Buchen & Reservieren
Einzelunterkunft:   200 €
EINGESCHLOSSENE LEISTUNGEN:

Linienflüge
Flughafengebühren
Landgasthausübernachtungen im Doppelzimmer
Halbpension
Alle Exkursionen und Transfers laut Programm
Informationsmaterial
Lokale deutsche Reiseleitung ab/bis Bilbao

Nicht eingeschlossen:

Eintrittsgelder, übrige Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder

HINWEISE:

Lesen Sie die Infos und Reisebedingungen.
Die Mindestteilnehmerzahl muss bis 4 Wochen vor Reisebeginn erreicht sein. 
Der gesetzlichen Pflicht für Pauschalreiseveranstalter zur Kundengeldabsicherung kommen wir durch Übergabe eines Sicherungsscheins der R&V Allgemeinen Versicherung AG nach.

 

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